Der Puli

ist ein fröhlicher, kinderlieber und anhänglicher Begleiter immer in Sorge um das Wohl seiner zweibeinigen „Herde“. Sie bewacht er ebenso wie Haus und Hof sehr aufmerksam. Er ist ein ausdauernder Läufer und hat viel Spaß am Spiel und an Spaziergängen. Verschafft man dem Puli ausreichend Auslauf, ist er auch sehr gut in der Stadt zu halten. Er ist sehr anpassungsfähig, dennoch steckt eine ganze Menge „Hund“ in ihm. Der Puli besitzt eine „selbstständige Intelligenz”, d. h. er wägt ab, ob das, was wir von verlangen, wirklich sinnvoll ist.

Gerade das macht ihn zu dem besonderen Hütehund. Daher ist es wichtig, dass man durch eine gute liebevolle Ausbildung zu einem Team zusammenwächst. Beherzigt man dies, wird man ein Leben lang Freude mit seinem Puli haben. Er ist ein Zottenpaket voller Lebensfreude.

Joshua und sein Puli

Joshua und sein bester Freund Fitzko

Der Puli liebt Sie als Single, als Pärchen, aber auch im kompletten Rudel Familie. Für Kinder ist er der ideale Lebensbegleiter. Er ist stets gut aufgelegt, will viel spielen und verzeiht Kindern schnell so manche Grobheit. Gleichzeitig ist er anhänglich und verschmust.

Der sportliche Puli

Das „sportliche Potential“, das in ihm steckt, bietet sich hervorragend für den Hundesport an. Er ist ein absoluter „Allrounder“. Durch sein anhängliches Wesen und den Drang seinem Zweibeiner zu folgen kann man durch liebevolle und konsequente Zusammenarbeit mit ihm Unterordnungsprüfungen bis hin zum absolutem Gehorsam, dem „Obidience“, mit Erfolg meistern.
Agility bietet sich bei der wendigen Gestalt geradezu an. Er ist quadratisch und flink und leicht vom Hundeführer zu lenken. Flyball ist aufgrund seiner Intelligenz und Schnelligkeit auch sehr beliebt.

Der Puli hat einen sehr ausgeprägten Spiel- und Beutetrieb. Dadurch ist er leicht für viele verschiedene Aufgaben zu motivieren. Trotz dieser ausgeprägten Triebe, die man sportlich gut einsetzen kann, neigt der ungarische Hirtenhund nicht dazu auf die Jagd nach Wild zu gehen. Er ist ein sehr ausdauernder und zäher Hund. Trainiert man ihn gut, ist seine Kondition herausragend. Daher ist der Puli auch als Reitbegleithund bei uns sehr beliebt.

Die andere Seite beim Puli

Bei so vielen positiven Eigenschaften des Pulis denken sie bestimmt: Da muss doch ein Haken sein? Ein kleines Häkchen gibt es auch. Der ungarische Hütehund ist bei allem was er tut mit Leib und Seele dabei, und dieses Lebensgefühl drückt er oftmals bellend aus. Da er bei der Herdenarbeit sein Vieh laut bellend und zwickend vorantreibt, liegt dies in seinem Naturell. Aber man kann dies, wie bei allen Unarten, mit der notwendigen Konsequenz sehr gut in den Griff bekommen. Völlig abgewöhnen kann man es ihm nicht, aber durch gute Erziehung wird verhindert, dass der Puli zum Kläffer wird.

Als Zwingerhund ist der Puli nicht geeignet, er braucht den direkten Anschluss an sein Rudel, sonst wird er unglücklich und sein fröhliches Wesen würde verkümmern.

Die Puli Zotten - sein Markenzeichen

Das aparte Zott-Haarkleid des ungarischen Hütehunde gibt es in verschiedenen Variationen und Farben, und gehört mit zu seinen markantesten Eigenschaften. Diese Schnürenbehaarung entsteht dadurch, dass sich die abgestorbenen Haare mit den Lebenden zu rundgeformten, schnürenförmigen Zotten verbinden. Es gibt den Puli in vielen Farben, gezielt gezüchtet wird er in den Farben schwarz, weiß und maskenfalb (falbfarbendes Fell mit einer ausgeprägten schwarzen Maske im Gesicht).

Die Pflege des Haarkleides ist einfacher, als man es sich aufgrund des Aussehens der Rasse vorstellt. Der ungarische Hirtenhund darf nie gebürstet werden. Sobald sich nach dem Abstoßen des Welpenhaares die ersten Zotten bilden, zieht man diese lediglich mit den Fingern bis auf die Haut des Hundes auseinander (zotten). Hat sich erst einmal ein gutes Haarkleid geformt, so genügt gelegentliches Nachzotten.
Der Vorteil des Puli-Haarkleides liegt darin, dass der Hund, sobald er sein Jugendhaarkleid abgestoßen hat, kaum mehr Haare verliert. Die einzelnen Zotten, die hin und wieder ausfallen, sind einfach aufzuheben. Damit ist er der ideale Hund für Allergiker.
Eine Sache sei noch erwähnt: Der Puli bringt mit seinem langen Zotthaarkleid ein wenig mehr Sand und Laub in die Wohnung als andere Hunde, dafür hat man keine Probleme mit umherfliegenden Haaren.

Wenn Sie einen überaus robusten und ursprünglichen Hund möchten, sein kinderliebes, aufgewecktes Wesen mögen, dann ist der Puli der ideale Hund für Sie. Ein Puli ist etwas ganz Besonderes, deshalb halten Sie es doch wie die Ungarn, die da behaupten:

Ein Puli ist kein Hund, ...
....ein Puli ist ein Puli !!!

Wichtige Informationen- Allgemeine Erscheinung

Ein Puli ist von mittlerer Größe, fester Konstitution, quadratischem Körperbau und feiner, aber nicht zu leichter Knochenstruktur. Die Fanglänge entspricht einem Drittel der Kopflänge. Der Fang sollte nicht spitz sein mit straffen Lefzen. Die Hautpigmente sind dunkel bzw. schwarz. Der ganze Körper ist von einem stark entwickelten, Zotten und Schnüre bildendem Haarkleid bedeckt, das mit zunehmendem Alter bodenlang wird.

Ohren: Die Ohren sind mittelhoch angesetzt mit breiter Basis. Die hängenden Ohrlappen haben eine an der Spitze abgerundete V-Form.
Augen: Die mittelgroßen, dunkelbraunen Augen sind leicht schräg. Der Ausdruck ist lebhaft und intelligent. Die Lidränder sind straff am Augapfel anliegend und gut pigmentiert.
Fell-Farbe: Es gibt den Puli in schwarz, schwarz mit geringen rostroten oder grauen Nuancen, falbfarben mit deutlicher schwarzer Maske, perlenweiss.
Rute: Die mittelhoch angesetzte Rute ist über die Kruppe flach eingerollt und dicht mit Haar bedeckt. Wenn sie ausgestreckt wird, reicht sie in der Länge bis zum Sprunggelenk.
Widerristhöhe: Hündinnen von 36 – 42 cm (erwünscht 38-40cm)und Rüden von 39 – 45 cm (erwünscht 41-43 cm)
Gewicht: Hündinnen: 10 bis 13 kg und Rüden 13 bis 15 kg
Lebenserwartung: 13 – 15 Jahre

Puli Fitzko in der Seniorenklasse

Puli Moha in der Jüngstenklasse

Herkunft und Geschichte des Puli

Der ungarische Hütehund gehört zu den ältesten Hunderassen. Abbildungen und auch Amulette puliähnlicher Hunde wurden bei Ausgrabungen im alten Mesopotamien (dem heutigen Irak gefunden). Sie belegen, dass der Hirtenhund auch damals schon als Hirtenhund bei Schaf- und Rinderherden verwendet wurde. Zur Zeit der großen Völkerwanderung gelangte der Puli mit den Herden nach Ungarn.

Dort lernte man sehr schnell, seine robuste Gesundheit, seine enorme Beweglichkeit und sein wunderbares Wesen zu schätzen. Unter den Hirten wurde dieser beliebte Hirtenhund sehr beliebt. In den Augen der damaligen Hirten war er mehr als „nur“ ein Hund. Es ist schriftlich überliefert, dass ein Hirte fast seinen ganzen Jahreslohn für einen guten Hüter aufgewendet hat.

In Ungarn ist der Puli seitdem beheimatet und die Ungarn halten ihn für den ungarischsten aller Hunde.